Mainzer
Amtshof |
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Als
1232 das Kloster Lorsch mit der Mark Heppenheim an Kurmainz überging,
ließ der Mainzer Erzbischof, zur Verwaltung des neu erworbenen Besitzes,
den Mainzer Amtshof errichten. Während 1232 jedoch lediglich das mächtige
Kellergeschoß fertiggestellt wurde, stammt der Aufbau aus hochgotischer
Zeit und ist mindestens ein Jahrhundert jünger. 1461 wurde Heppenheim
an die Kurpfalz verpfändet. Als sich Kurfürst
Ludwig VI. 1576 in
Heppenheim huldigen ließ, wurde er im Kurfürstensaal des Amtshofes
empfangen. An den Wänden des Kurfürstensaals wurden aus diesem
Anlaß prächtige Renaissance-Ausmahlungen angebracht, die fast
vollständig erhalten sind. An vier Ecken des Saales streben gemalte,
mit Blumen gezierte Sandsteinpilaster an die Decke empor. Jedes Fenster
ist von solchen Pfeilern und flachen Bögen eingefaßt. Nachdem
Kurmainz Heppenheim 1649 zurückgewonnen hatte, wurde die prächtige
Renaissance-Ausmahlung des Saales mit Mainzer Prunkwappen übertüncht.
(Als der Saal 1955, anläßlich des 1200-jährigen Jubiläums
der Stadt Heppenheim, restauriert wurde, konnte man die Renaissance-Ausmahlung
wieder freilegen.) Während des Pfälzischen
Erbfolgekriegs wurde der Mainzer Amtshof von den Franzosen niedergebrannt
und 1698-1710 wieder aufgebaut. |
![]() Bildquelle: Naeher, J. Die Baudenkmäler der unteren Neckargegend und des Odenwaldes, Heft 3. Heidelberg, 1892. S. 4. |
Winter,
Heinrich. Heppenheim an der Bergstraße - die allmähliche
Erweiterung der Innenstadt Heppenheim - Beschreibung und Baugeschichte
des Kurmainzer Amtshofes. Allendorf, 1934. |
Thomas Juelch - Heidelberg und die Kurpfalz Zurück zu "Heppenheim" --- Zurück zu "Andere Städte"
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