Lorenz Lechler
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Lorenz Lechler, der sich in Esslingen als Steinmetz einen Namen gemacht hatte, wurde 1503 von Philipp dem Aufrichtigen (Kurfürst 1476-1508) nach Heidelberg in die Ämter des "buchsenmeister und bawmeister" (Büchsen- und Baumeister) berufen, wobei die "kunst des schiessens und bawens" seinen Aufgabenbereich ausmachte. Er war verantwortlich für die Wartung von Geschützen und für die Errichtung wehrtechnischer Anlagen, die nicht näher bezeichnet werden. Er war aber auch sonst Architekt verschiedener Bauwerke in Heidelberg. So errichtete er auf dem Schloß, für Philipps Sohn und Nachfolger Ludwig V. (Kurfürst 1508-1544), den Ludwigsbau sowie das Ökonomiegebäude. Lorenz Lechler ist Verfasser eines Baumeisterbuchs, das seinem Sohn, Moritz Lechler, "zu underweissungen und lerungen" gewidmet ist.


Literatur

Egidy, Anne. "Lorenz Lechler", in: Deutsche Architekturtheorie zwischen Gotik und Renaissance, hg. v. Hubertus Günther. Darmstadt, 1988. S. 49-57.
Seeliger-Zeiss
, Anneliese. Lorenz Lechler von Heidelberg und sein Umkreis. Studien zur Geschichte der spätgotischen Zierarchitektur und Skulptur in der Kurpfalz und in Schwaben. Heidelberg, 1967.
Seeliger-Zeiss
, Anneliese. "Studien zum Steinmetzbuch des Lorenz Lechler von 1516: ein bisher unbekannt gebliebenes Fragment im Besitz der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe", in: Architectura, Bd. 12, 1982.
S. 125-150.

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Thomas Juelch - Heidelberg und die Kurpfalz

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