Der Familienname "de
Caus" scheint sich auf die Region Caux in der Normandie zu
beziehen. Als Herkunftsort Salomons wird die dortige Küstenstadt
Dieppe ange-
nommen. Salomon de Caus war Hugenotte und begann seine Kariere als Architekt
in Brüssel. Seit Herbst 1610 hielt er sich am englischen Hof auf,
wo er in den Diensten
des Prinzen Henry of Wales stand. Der Tod Henrys fiel mit den Feierlichkeiten
zur
Hochzeit von Kurfürst
Friedrich V. mit der englischen Königstochter Elisabeth Stuart
(der Salomon Zeichenunterricht gegeben hatte) zusammen. Am 1. April 1613
wurde
Salomon zum Architekten und Ingenieur des frisch vermählten Paares
berufen.
Salomon kann Architekt des unter Friedrich V. auf dem Heidelberger Schloß
errichteten
Englischen Baus
gewesen sein, für den jedoch auch Inigo Jones (ein weiterer Architekt
am englischen Hof) als Baumeister in Frage kommt. Eindeutig nachweisbar
ist Salomon
jedoch als Architekt des Elisabethentors
und als Gestalter des Hortus
Palatinus.
Literatur
Fleischhauer, Werner. "Zur Tätigkeit des Salomon de Caus
an den Grottenwerken zu Brüssel, Heidelberg und Stuttgart",
in: Landesgeschichte und Geistesgeschichte, Festschrift für Otto
Herding zum 65. Geburtstag. Stuttgart, 1977. S. 372-381.
Zimmermann,
Reinhard. Hortus Palatinus. Die Entwürfe zum Heidelberger Schlossgarten
von Salomon de Caus. Worms, 1986.
.
|