Stückgarten und Elisabethentor

ABSTAND

Der heutige Stückgarten nimmt die Westterrasse des Schlosses ein, die ursprünglich von Kurfürst Ludwig V. zur Aufstellung von Kanonen angelegt worden war. Durch die Errichtung dieses als "Artilleriepark" bekannten Verteidigungssystems, wurde der Westzwinger, durch den die Westflanke des Schlosses bisher geschützt war, obsolet.

Kurfürst Friedrich V. ließ den Artilleriepark in eine Gartenanlage umwandeln, was die Verteidigungskraft des Schlosses wesentlich schwächte. In Bewahrung des Andenkens an die ursprüngliche Funktion der Terrasse, erhielt die Gartenanlage den Namen "Stückgarten". So sind mit den "Stücken" die Kanonen gemeint, die hier einst aufgestellt waren.

Den Eingang zum Stückgarten bildet das Elisabethentor, das Friedrich V. 1615, anläßlich des 20. Geburtstags seiner Gemahlin Elisabeth Stuart, errichten ließ. Es handelt sich beim Elisabethentor, das im Stil eines Triumpfbogens errichtet ist, um das erste Monument des Barock auf dem Heidelberger Schloß. Architekt des Elisabethentors ist Salomon de Caus, der mit Elisabeth nach Heidelberg gekommen war.

Auf der dem Elisabethentor gegenüberliegenden Seite wird der Stückgarten vom Englischen Bau begrenzt. Auf obigem Bild blickt man durch das Elisabethentor auf die Ruinen des Englischen Baus.





Thomas Juelch - Heidelberg und die Kurpfalz

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