Englischer
Bau und Dicker Turm |
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Der Englische Bau
entstand unter Kurfürst
Friedrich V., und schließt sich an den Friedrichsbau
an, der unter Friedrich IV. (dem Vater Friedrichs V.) errichtet worden
war. Die Bezeichnung "Englischer Bau" verweist auf Elisabeth
Stuart, die britische Gattin |
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An den Englischen Bau schließt sich der Dicke Turm an, der zu den unter Kurfürst Ludwig V. errichteten Befestigungsanlagen des Schlosses zählt. Friedrich V. ließ den oberen Teil des Turms umgestalten und in ein Theater umgestalten. Im Juni 1613 brannte in London das Globe-Theatre ab, in dem Shakespeares Stücke aufgeführt wurden und indem Shakespeare auch selbst als Schauspieler auftrat. Der Kurfürst zeigte sich der britischen Herkunft seiner Gattin verbunden, indem er, den Theatersaal im Dicken Turm dem Globe-Theatre nachempfand, um so die Shakespearische Theatertradition fortzuführen. Neben dem Englischen Bau und dem Theater im Dicken Turm zählt auch das Elisabethentor zu der Reihe an baulichen Veränderungen, die Friedrich V. zu Ehren seiner Gemahlin Elisabeth vornehmen ließ. |
![]() Englischer Bau und Dicker Turm von der Altstadt aus gesehen (ursprünglicher Zustand) Quelle: Roth, Anja-Maria. Charles de Graimberg (1774-1864). Heidelberg, 1999. S. 129. |
Literatur Harris,
John. "Inigo Jones and the Mystery of Heidelberg Castle: the Architects
of the Englischer-Bau", in: Apollo.
The International Magazine of the Arts,
Bd. 137, 1993. 147-152. |
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Thomas Juelch - Heidelberg und die Kurpfalz Zurück zur Startseite --- Zurück zu "Das Heidelberger Schloß"
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