Johann Jakob Rischer
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Rischer zählt zu den bedeutedsten unter den in Heidelberg tätigen Barockbaumeistern. Er stammt gebürtig aus Voralberg und war zunächst im Badischen als Architekt tätig. Dort zog er sich jedoch die Eifersucht des markgräflichen Baudirektors Domenico Egidio Rossi zu, der offenbar Rischers Konkurrenz fürchtete. Wegen der von Rossi ausgehenden Bedrohung, wanderte Rischer in die Kurpfalz ab. Hier ist er nicht nur in Heidelberg, sondern auch in Mannheim nachweisbar - u. a. wurden einige Teile des Mannheimer Schlosses von Rischer errichtet. In Heidelberg ist er erstmalig 1701 und ab 1707 kontinuierlich nachweisbar. Rischer profilierte sich in Heidelberg als Architekt verschiedener barocker Stadtpalais, zu denen u. a. auch sein eigenes - das Haus Rischer - zählt. Er ist ferner Architekt von Haus Jungwirth, Haus Buhl, Haus Neukirch und der Kurpfälzischen Hofapotheke. Des weiteren war er am Wiederaufbau der im kurpfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten Alten Brücke sowie des ebenfalls zerstörten Mitteltorturms beteiligt. Sein größtes Bauprojekt in Heidelberg war jedoch das St. Anna Spital. Ferner war Rischer auch in Mannheim tätig. Hier errichtete er den Gesamtkomplex von Altem Rathaus und Sebastianskirche.

Literatur

Lohmeyer, Karl. "Die Herkunft des kurpfälzischen Baumeisters Johann Jakob Rischer", in: Neues Archiv für Geschichte der Stadt Heidelberg und der Kurpfalz, Bd. 13, 1928. S. 374-376.
Lohmeyer
, Karl. "Johann Jakob Rischer, ein Voralberger Baumeister in der Pfalz", in: Kurpfälzer Jahrbuch, 1925, S. 155-172.

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Thomas Juelch - Heidelberg und die Kurpfalz

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